Højer im Wandel der Grenzgeschichte

Die kleine Stadt Højer, 1231 als Høthær erstmals erwähnt, war ursprünglich ein Bauerndorf. Nachdem Tønder durch Eindeichung um 1556 vom Zugang zur See abgeschnitten wurde, entwickelte sich Højer zum Marktflecken mit Seehandelshafen. Als Dänemark 1864 Højer mit dem Herzogtum Schleswig an Preussen verlor, musste bei Esbjerg ein neuer dänischer Nordseehafen angelegt werden.

 

Mit einem Bahnhof direkt an der Højer-Schleuse wurde nun Deutschlands Seebäderverkehr nach Sylt abgewickelt. Dieser hatte schon Anfang des 20.Jh. beeindruckende Ausmaße angenommen.

 

Ab 1920 aber verlief die Grenze einige Kilometer südlich von Højer. Als Folge wurden zwischen Grenze und Schleuse die deutschen Reisewaggons noch bis 1927 vom Zoll verplombt.

 

Dann lief der Seebäderverkehr nach Sylt über den Hindenburgdamm, der bereits seit 1910 in Planung war. Mit dem Bau der Vidå-Schleuse gab Højer 1980 seinen geschützten Nordseehafen auf.

 

Vgl.: „Langs Grænsen“, H.E.Sørensen, forlaget Melbyhus 2000; u. Das Zollwesen in Flensburg und im deutsch-dänischen Grenzgebiet, Kall, Peter: (Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte E.V. NR. 28), Flensburg 1978




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