Aventoft – ein Dorf an der Grenze

In der Geschichte Aventofts war die Ziehung der deutsch-dänischen Grenze 1920 ein einschneidendes Ereignis. Die Umgangssprache in Aventoft war zwar Dänisch, das Ergebnis der Volksabstimmung wies aber eine deutliche deutsche Mehrheit auf. Annähernd 300 ha Land des Kirchspiels Aventoft gingen dennoch an das Königreich Dänemark. Rosenkranz und Aventoft, die beiden Ortsteile der heutigen Gemeinde Aventoft, bekamen jeweils einen Grenzübergang. In Rosenkranz verlief die Grenze auf einer Länge von 130 Metern in der Straßenmitte und trennte langjährige Nachbarn. Aventoft, ursprünglich ein Fischerdorf, das bis 1928 noch inmitten einer weiten Seenlandschaft lag, verlor mit der Grenzziehung für seine Fischer den Absatzmarkt in Tønder.

 

Heute prägen in Aventoft, neben der im 13.Jh. erbauten Kirche und dem sehenswerten Dorfkern mit schönen Reetdachhäusern, vor allem die Geschäfte des Grenzhandels das Bild des Dorfes.

 

Vgl.: Hansen, Åge Emil: Told- og Statsgrænse Danmark/Tyskland 1920-1995, Sønderhav og Omegns Mødehuslegat 1995

 





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