Schmuggel

In der Nachkriegszeit ab 1945 wurde meist von Dänemark nach Deutschland geschmuggelt. Wegen der kriegsbedingten Mangelsituation in Deutschland hatte man von dänischer Seite ein Ausfuhrverbot für viele Waren verhängt. Also wurde geschmuggelt. Das überwiegende Schmuggelgut bestand aus Lebensmitteln, aber auch Kaffee, Tee und Geld waren darunter.

 

Später versuchten nicht wenige Dänen, die Einfuhrgrenzen ihres Landes für billige Tabakwaren und Alkoholika aus Deutschland schmuggelnderweise zu umgehen. Wurde man erwischt, konnte es teuer werden. Aber das hielt kaum Jemanden ab: So wurde ein Mann mit einer Ladung Flaschen ertappt, die ihn 100.000 Kronen Zoll und Strafe kostete. Da er kein Geld dabei hatte, gewährte man ihm Aufschub bis zum nächsten Tag. Er erschien auch, zahlte und verabschiedete sich. Vor seiner Abfahrt bat ein Grenzbeamter, noch kurz in den Kofferraum sehen zu dürfen. Was fand er dort? Die gleiche Menge geschmuggelte Flaschen, für die der Delinquent gerade bezahlt hatte.

 

Kilde: Institut for Grænseregionsforskning & told- og skattehistorisk selskab: Grænsen i 75 år 1920 – 1995





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