Die typischen Zollhäuser

Im Jahre 1920 wurde im Landesteil Schleswig die Volksabstimmung zur Nationalitätszugehörigkeit durchgeführt. Als Folge verlegte man die deutsch-dänische Grenze von der Königsau 70 km nach Süden. Mit der Grenze wurden auch die Dienststellen vieler hundert Grenzgendarmen und Zollbeamter verlegt, die nun umziehen mussten. In dem dünn besiedelten Gebiet entlang der neuen Grenze fehlte es jedoch an Wohnraum. So wurden die Grenzer vorerst privat einquartiert. Wo dies nicht möglich war, wurden schnellstens Wohnbaracken errichtet. Erst nachdem massive neue Wohngebäude an den neuen Einsatzorten errichtet waren, kamen die Familien nach.

Die 33 dänischen Gendarmenhäuser wurden als Zweifamilienhäuser im traditionellen dänischen Baustil errichtet und den regionalen Eigenarten in Dacheindeckung und Verblendung angepasst. Die deutschen Zollhäuser wurden im Stil der Heimatschutzarchitektur und später im Stil des Klinker-Expressionismus gebaut. Oft lagen diese direkt an den Grenzübergängen, damit man diese auch in der Freizeit überwachen konnte.

Vgl.: Institut for Grænseregionsforskning & told- og skattehistorisk selskab: Grænsen i 75 år, 1920-1995; u. Peter Kall: Das Zollwesen in Flensburg und im deutsch-dänischen Grenzgebiet (Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte E.V. NR. 28), Flensburg 1978





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