Die Überwachung der Grenze

Über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze wurde am 10. Februar und am 14.März 1920 abgestimmt. Zwei Monate später begann man mit der Überwachung der vorläufigen Grenzlinie. Am 15.Juni 1920 wurde dem Königreich Dänemark die Souveränität für Nordschleswig übertragen und die neue Grenze erlangte Gültigkeit. Die alte Grenze an der Königsau wurde trotzdem noch bis in den November 1920 hinein parallel überwacht.

 

Die dänischen Grenzgendarmen patrouillierten anfangs in einer hellblauen Uniform zu Fuß entlang der Grenze. Die deutschen Grenzer und Hilfszollaufseher hingegen stießen zu Beginn in ihren feldgrauen Uniformen aus dem ersten Weltkrieg auf wenig Wohlwollen in der Bevölkerung.

 

Während des 2.Weltkrieges war die Grenze von der deutschen Wehrmacht geschlossen, danach bis 1947 von der englischen Besatzungsmacht gesperrt. Manche Grenzübergänge öffneten erst Jahre später wieder, manche gar nicht mehr. 1955 wurde die Grenzüberwachung mobiler. Man führte erst Motorrad-, vier Jahre später Autostreifen ein.

 

Ab 1969 wurde auch das Hinterland systematisch überwacht. Eine echte Revolution war die Einführung der Kameraüber­wachung der Grenze. Während der deutsche Bundesgrenzschutz die „grüne Grenze“ nachts mit Wärmebildkameras an bestimmten Punkten absuchte, installierte die dänische Polizei an den kleinen Grenzübergängen Bewegungsmelder und Infrarotkameras. Seit der Grenzöffnung am 25.März 2001 wird (fast) nur noch das Hinterland überwacht.

 

Vgl.: Hansen, Åge Emil: Told- og Statsgrænse Danmark/Tyskland 1920-1995, Sønderhav og Omegns Mødehuslegat 1995





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