Weesby – eine Grenzgemeinde

Was in Dänemarks Kommunalstruktur heute unvorstellbar wäre, ist südlich der Grenze ganz normal: Weesby ist mit seinen 459 Einwohnern eine eigenständige Gemeinde. Bei einer dänischen Großkommune beträgt die Mindestgröße 20.000 Einwohner.

 

Die kommunale Eigenständigkeit wird in Deutschland oft durch individuelle Gemeindewappen symbolisiert. Das Weesbyer Wappen von 1998 zeigt die drei Ortsteile Weesbyfeld, Weesbydamm und Bögelhuus, symbolisch dargestellt als Eichenblätter. Der Amboss im Wappen steht für die Alte Schmiede, die eng mit der Dorfgeschichte verbunden ist.

 

Die Sprachenvielfalt des Grenzlandes hatte früher in Weesby zur Folge, dass man „ortsabhängig“ Plattdeutsch oder –dänisch sprach: In der Alten Schmiede beispielsweise wurde überwiegend Plattdänisch gesprochen. Die eigentliche Umgangssprache war jedoch Plattdeutsch. Als Ende der 1950´er Jahre viele Neusiedler im Zuge des „Programm Nord“ in die Umgebung von Weesby zogen, die weder Plattdeutsch noch -dänisch sprachen, begannen die Dialekte langsam an Bedeutung zu verlieren. Heute sprechen vor allem die alten Bauern noch das hier so genannte „Kartoffeldänisch“: Sønderjysk.

 

Quelle: Gemeindearchiv Weesby





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