Padborg – eine Erfolgsgeschichte der Grenze

Beinahe wäre Padborg 1920 nicht dänisch geworden – und wer weiß, was dann aus dem damaligen Dorf „Pattburg“ mit seinen 13 Häusern und 47 Einwohnern geworden wäre. Dänemark aber wünschte den Pattburger Bahnhof auf seine Seite, und so wurde die Grenze südlich des Bahnhofes gezogen, mit einer 100m langen Landzunge nach Deutschland zum Rangieren der Züge. Pattburg nannte man nun Paddeborg und ab 1923 Padborg. Der Grenzbahnhof entwickelte sich zum wichtigen Umschlagplatz und sorgte für stetiges Wachstum. Eine sprunghafte Entwicklung brachte das Jahr 1978: Die Autobahn A7/E45 wurde eingeweiht und der Grenzübergang Kruså/Kupfermühle für Lastwagen gesperrt. In Padborg eröffnete der gemeinsame deutsch-dänische Zollhof und zog das Speditionsgewerbe an. Mit den Speditionen kamen die Serviceunternehmen, und die Einwohnerzahl stieg rasant, auch in den umliegenden Orten. Allein Padborg hat inzwischen etwa 3000 Angestellte im Transportgewerbe. Jeden Tag passieren 4.500 Lastwagen den Ort. Padborg ist heute das größte Transport- und Logistikzentrum Nordeuropas.

 

Vgl.: Institut for Grænseregionsforskning & told- og skattehistorisk selskab: Grænsen i 75 år, 1920-1995





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