Die Bezwinger der Heide: Die Kolonisten König Friedrich V.

Vor 250 Jahren war dieser Landstrich, wie weite Teile der Schleswigschen Geest, von Heideflächen und Mooren durchzogen. Von 1761-1765 wurden unter dem dänischen König Friedrich V. Kolo­nis­ten aus Württemberg, Hessen und der Pfalz zur Kulti­vierung in diese dünn besiedelte Ödnis gelockt. Man versprach ihnen ein Stück Land, ein Haus und weitere staatliche Hilfe. Die Plan­wagen-Trecks brauchten sieben Wochen für die anstrengende Reise, und entsprechend groß war die Enttäuschung bei der Ankunft: Man hatte verschwiegen, dass sie nur unfruchtbares Heideland vorfinden würden. Einige drehten sofort um. Um sie dennoch im Land zu halten bot man ihnen 40ha Land, ein Haus samt Mobiliar, Feuerholz, Pflug, Egge, Saatgut, Nutztiere und Futtergeld sowie Steuerfreiheit für 20 Jahre. Sogar Medizin und Arztbesuche waren frei. Ebenso mussten sie keine Kriegsdienste leisten. Dafür mussten sie 20 Jahre bleiben und das Land urbar machen. Das überzeugte viele. So entstanden Kolonien wie in Sofiedal.

 

Nach Texten von Bruno Bohnert und des Heimatvereins Schleswigsche Geest, Arbeitsgemeinschaft Heide und Moorkolonisation, sowie aus der Chronik des Kirchspiels.




WebMaster · Redaktion · Copyright © 2004 Grenzroute