Der Grenzübergang Siltoft / Norddeich

Dieser Grenzübergang, der Westlichste an der deutsch-dänischen Grenze, war nur mit besonderer Erlaubnis passierbar. Zeit seines Bestehens hat er für viel Verdruss gesorgt, und dies nicht nur bei den dänischen Grenzgendarmen, die anfangs oft in diese Einöde strafversetzt wurden.

 

Der ursprünglich hier platzierte Schlagbaum bereitete insbesondere dem langjährigen direkten Anlieger, Bauer Broder P., Probleme. Sein Hof lag in Dänemark, aber die Hofausfahrt führte auf eine bereits in Deutschland liegende Straße. Bei jeder Fahrt von oder zu seinem Hof musste er zweimal die Grenze passieren.

 

Um mit dem Auto weiter nach Deutschland, beispielsweise ins nahe Rodenäs zu gelangen, musste er zuerst zum Schlagbaum, diesen aufschließen, nach der Passage wieder abschließen und dann mit einem erheblichen Umweg über den nächsten offiziellen Grenzübergang fahren. Er revanchierte sich nicht selten für diese Unannehmlichkeiten, indem er den Schlagbaum, zum Verdruss der Grenzgendarm­en, einfach offen stehen ließ.

 

Vgl.: Hansen, Åge Emil: Told- og Statsgrænse Danmark/Tyskland 1920-1995, Sønderhav og Omegns Mødehuslegat 1995; u. Dorfchronik Rodenäs





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