Die Geschichte des Adolf Tysker

Nicht wenige Menschen beiderseits der Grenze sind nach der Abstimmung über den Grenzverlauf 1920 ins Nachbarland ausgewandert, um entweder Deutsche oder Dänen bleiben zu können. An mehreren Stellen wurde sogar der Grenzverlauf nachträglich geändert, weil die Anlieger unbedingt zur anderen Nation gehören wollten.

 

Diese Geschichte handelt von einem Mann, der absolut keinen Kompromis eingehen wollte: Adolf Ewertsen.

 

Er wurde Adolf Tysker (Adolf der Deutsche) genannt weil er vor der Grenzverlegung in Lüdersholm (Lydersholm) wohnte und nicht dänischer Staatsbürger werden wollte. Als Lüdersholm dänisch wurde, packte er seine Sachen und zog auf die deutsche Seite. Er hauste in einer Erdhöhle mit einer Kuh und einigen Schafen, denn für ein Haus hatte er kein Geld.

 

Er starb ca. 1924 und wurde bei dem damaligen Bürgermeister Johannes Edlefsen auf Berbeckshof aufgebahrt. Seine Familie in Lüdersholm hat seine Beerdigung auf dem Ladelunder Friedhof in Kronen bezahlt. Es wohnen heute noch Nachkommen der Familie Ewertsen in Lydersholm.

 

Nach einer Erzählung des Bürgermeisters von Westre




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