Das Leben an der Grenze in Bögelhuus

Für die Bewohner im Umkreis von 5km waren die meisten kleinen Grenzübergänge wie Bögelhuus schon vor dem Schengener-Abkommen ohne Kontrolle passierbar – dazu reichte ein Eintrag im Pass oder Ausweis. Individuelle Pässe mit vermerkter Größe, Alter usw. wurden auch für Arbeitspferde ausgestellt. Kühe aber hatten keine Pässe. Für diese konnten Grenzübertritte problematisch sein.

 

Eines Tages – wir schreiben die 50´er Jahre - kam einem Bauer in Bögelhuus eine Kuh abhanden. Sie fand sich auf dänischem Gebiet wieder an, und der dänische Zöllner führte sie eigenhändig zur Grenze. Hier aber stellten sich die deutschen Zöllner quer.

 

Wenn man hier draußen schon mal was Besonderes hatte, so musste man es doch melden. Als Konsequenz musste die Kuh beim dänischen Nachbarn in Quarantäne, und der deutsche Zollkommissar und ein dänischer Oberzöllner reisten zur Klärung des Sachverhalts an. Das Resultat: der Bauer bekam seine Kuh und die deutschen Zöllner den guten Rat, so was ja nie wieder zu melden.

 

Quelle: Interviews



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