Stumme Zeugen der Grenzziehung: die Grenzsteine

Die steinernen Zeugen in der Straßenmitte am alten Grenzübergang Rosenkranz / Rudbøl sind wohl die bekanntesten Vertreter ihrer Art: Grenzsteine. Das Bild zeigt den Grenzstein Nr. 245, dessen Einkerbung den abgewinkelten Verlauf der Grenze an dieser Stelle markiert. Mit D ist hier das Königreich Dänemark bezeichnet, während DRP für „Deutsches Reich Preußen“ steht.

 

Insgesamt 280 Grenzsteine markieren den Verlauf der deutsch-dänischen Festlandgrenze. Diese Grenzsteine sind jedoch nicht immer tatsächlich aus Stein. Bei zu weichem Untergrund, wie in Moorgebieten, wurden Eichenpfähle mit Zinkkappen verwendet. Und auf dem nahe gelegenen Ruttebüller See ist die Grenze mit Bojen abgesteckt.

 

Ursprünglich wurde bei allen Grenzsteinen jährlich kontrolliert, ob sie gestohlen oder umgefallen waren. Inzwischen wird der Zustand der Grenzmarkierung alle zehn Jahre an ausgewählten Stellen von einer internationalen Delegation inspiziert.

 

Nur der erste und der letzte Grenzstein zeigen auch ein Datum: 15.6.1920. An diesem Tag wurde Sønderjylland / Nordschleswig wieder an Dänemark übergeben.

 

Vgl.: Hansen, Åge Emil, Told- og Statsgrænse Danmark/Tyskland 1920-1995, Sønderhav og Omegns Mødehuslegat 1995





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