Das Dorf Møgeltønder

Møgeltønder besteht aus zwei getrennten Bereichen. Im südlichen Teil liegt das eigentliche Bauerndorf mit den alten reetgedeckten Höfen der Freibauern. Manche der niedrigen Gebäude in friesischem Baustil stammen aus dem 17.Jh.

 

Ganz anders präsentiert sich die breite, gepflasterte Schloßstraße in Møgeltønders Dorfmitte, zwischen der Kirche und dem Schloss Schackenborg. Viele der in sehr homogenem Stil errichteten Häuser entlang der von Linden gesäumten Straße beherbergten ursprünglich das Personal des Gutshofes. Dieser Hof mit dem dereinst „Møgeltønderhus“ genannten Schloss wurde 1536 im Zuge der Reformation aus dem Eigentum des Bischofs von Ribe in den Besitz der dänischen Krone überführt. 1661 erhielt der Feldherr Hans Schack das Krongut für seine Verdienste im Krieg gegen Schweden. Auf den Ruinen des inzwischen verfallenen Møgeltønderhus errichtete er seinen neuen Herrensitz Schackenborg. Über 300 Jahre blieb das Schloss in den Händen der Grafen von Schack, bis es 1993 an den jüngsten Sohn der dänischen Königin, Prinz Joachim, übergeben wurde.

 

Vgl.: Sørensen, H. E.: Langs Grænsen, forlaget Melbyhus 2000





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