Die Goldhörner von Gallehus

An einem lauen Sommerabend im Jahre 1639 stapfte das Klöppelmädchen Kirsten Svendsdatter von Tønder heimwärts über die Felder nach Østerby. Bei Gallehus stolperte es über etwas, das aus dem Boden ragte. Als es die vermeintliche Wurzel aus der Erde zog, kam ein großes Horn zum Vorschein. Dieses Horn mit einem Gewicht von fast 3 kg war, so stellte sich später heraus, aus purem Gold. Es wurde König Christian IV. übergeben, der die Finderin mit einem Rock belohnte.

 

Fast hundert Jahre später, 1734, fand man in unmittelbarer Nähe ein zweites, kleineres Horn. Auch dieses war aus purem Gold und wog etwa 3½ kg.

 

Die beiden reich verzierten Goldhörner von Gallehus sind die berühmtesten archäologischen Funde Dänemarks. Die Datierung der Artefakte auf 400 n.Chr. ist vage, da nur noch unpräzise Kopien existieren. Die originalen Goldhörner wurden nämlich 1802 aus der königlichen Kunstkammer gestohlen und eingeschmolzen.

 

Vgl.: Sørensen, H. E.: Sønderjyllands Oldtid, forlaget Melbyhus 1996





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