Dünen im Binnenland

Die Süderlügumer Dünenlandsschaft umfasst ein 41,5ha großes Gebiet, dass bereits 1913 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.

 

Diese  Binnendünen sind Relikte der letzen Eiszeit, die bis vor etwa 10.000 Jahren andauerte. Der Rand der riesigen Eismassen lag 30km östlich von hier. Als die Gletscher zu Schmelzen begannen, ergossen sich aus Gletschertoren Unmengen von Wasser, das Sand und Geröll mit sich führte. Das Schmelzwasser bildete Urstromtäler und lagerte auf seinem Weg stromabwärts die Sand- und Geröllmassen ab.

 

Nördlich von hier liegt das Urstromtal der Wiedau (Vidå). Südlich des Tals wurde der Sand von den Ufern und Sandbänken zusammen geweht und formte Binnendünen und weite Sandflächen. Bald waren Dünen und Flächen von Wald bedeckt. Bis zum 16.Jh. verwandelte der Kahlschlag durch frühe Siedler den Wald nach und nach in karge Heidelandschaft. Nun konnte der Wind den losen Sand in der offenen Landschaft wieder ungehemmt verwehen. Die Bewohner Süderlügums versuchten den Sandstürmen u.a. mit der Anpflanzung von Strandhafer zu trotzen. Aber echten Windschutz erzielte man erst, als das Gebiet östlich der Binnendünen Anfang des letzten Jahrhunderts wieder mit Wald bestanden war.

 

Vgl.: Landesamt für Natur und Umwelt





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