Die sprachliche Vielfalt in der Grenzregion

Zur traditionellen Sprachenvielfalt zählen Deutsch, Dänisch, Sønderjysk (Plattdä­nisch), Plattdeutsch und Friesisch. In Sønderjylland gibt es Dänisch als Reichs­dä­nisch (Hochdänisch) und Sønderjysk, entweder als einen der plattdänischen Dialek­te oder als eigene Regionalsprache Sønderjysk. Und hier ist Deutsch eine Minder­hei­ten­sprache – gesprochen als Hochdeutsch und vom Dänischen beeinflusstes nordschleswigsches Deutsch.

 

Im nördlichen Teil Schleswig-Holsteins ist die Vielfalt größer. Deutsch wird als Hoch­deutsch und Plattdeutsch gesprochen. Dazu kommt Sønderjysk als ursprünglicher Dia­lekt der Grenzregion. Überdies ist Dänisch hier Minderheitensprache – gespro­chen als Reichsdänisch und südschleswigsches Dänisch, welches von deutschen Sprach­idiomen beeinflusst ist.

An der Westküste und auf den Inseln sprechen die Friesen Nordfriesisch, welches heute noch 9 Dialekte aufweist.

 

Die Sprachencharta des Europarates erkennt Deutsch, Dänisch und Nordfriesisch als Minderheitensprache und Plattdeutsch als Regionalsprache an. Somit müssen Minderheitensprachen keine Muttersprache sein. Die meisten eignen sich Deutsch und Dänisch in den Schulen und Kindergärten der jeweiligen Minderheit an. Die Frie­sen haben einige Kindergärten und eine Schule, wo Nordfriesisch dominiert. An­son­sten ist es an den Schulen Wahlfach. Plattdeutsch ist hingegen nur ein Themenbereich im Schulunterricht.

 

Früher war Mehrsprachigkeit mit bis zu 5 Sprachen und Dialekten in der Grenz­re­gi­on verbreitet. Heute sind es meist die Kinder aus den Minderheiten, die mehrsprachig aufwachsen.

 

Vgl. Karen Margrethe Pedersen, tekster til Grænseruten-projektet, IFG





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