Der Maler Emil Nolde

Der Maler Emil Nolde bezeichnete Rosenkranz mit seinen „kleinen Häusern gereiht wie Perlen einer Gebetsschnur“ einst als „das schönste Dorf in unserem Friesenland“. Nolde wurde 1867 nahe Tondern im Dorf Nolde geboren, nach dem er sich später nannte. Von 1927 bis 1937 ließ sich der Maler nach eigenen Entwürfen sein Wohn- und Atelierhaus auf der Warft Seebüll bauen, die nur wenige hundert Meter südlich von Rosenkranz liegt. Der eigenwillige, geschlossene Bau aus rot-violettem Klinker ist umgeben von einem prächtigen Blumengarten und erhebt sich mächtig aus der tiefen, weiten Marschlandschaft. Hier lebte und arbeitete Nolde bis zu seinem Tod im Jahr 1956. Das ehemalige Wohnhaus beherbergt heute das Nolde Museum. Die ursprüngliche Atmosphäre ist gewahrt geblieben, und so gleicht der Gang durch den Bildersaal und die Kabinette mehr einem Atelierbesuch als der Besichtigung eines Museums. Die Ausstellung der Gemälde, Aquarelle, Graphik und kunsthandwerklichen Arbeiten wechselt jedes Jahr und gibt einen Überblick über das künstlerische Schaffen Noldes, der zu den führenden Expressionisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts zählt.

Quelle: Stiftung Ada und Emil Nolde




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